Wir sind dabei: Mitglieder

Eine Liste der aktuellen Voll- und Fördermitglieder finden Sie hier.

Technisches Betriebszentrum (TBZ)

Bioabfall: Klimaschutz durch Vergärung 

Jährlich fallen etwa 4.600 Tonnen Bioabfall aus den Flensburger Haushalten an, die bisher ausschließlich kompostiert wurden. Seit Januar 2015 lässt das Technische Betriebszentrum (TBZ) die gesammelten Bioabfälle aus dem Stadtgebiet vergären und die verbleibenden Reste kompostieren. 

Der Auftrag zur Verwertung des Bioabfalls ist an die Firma Remondis vergeben worden. In deren Anlage werden die angelieferten Bioabfälle zunächst unter Luftabschluss vergärt. Das dabei entstehende Gas wird energetisch genutzt und spart so fossile Brennstoffe. Die verbleibenden Gärreste werden kompostiert und im Gartenbau oder der Landwirtschaft verwertet. 

Die CO2-Entlastung bei der Vergärung mit nachgeschalteter Kompostierung beträgt jährlich mehr als 400 t. Damit leistet das TBZ einen weiteren wichtigen Beitrag zum Erreichen des Flensburger Klimapaktzieles, der CO2-Neutralität bis zum Jahr 2050. 

Mit der Vergärung folgt das TBZ den Empfehlungen des Abfallwirtschaftsplanes Schleswig-Holstein.

TBZ reduziert CO2-Verbrauch der Fahrzeugflotte

Seit Ende November 2011 setzt das Technische Betriebszentrum (TBZ) der Stadt Flensburg ein sogenanntes „Telematik-System“ der Firma Masternaut zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes seiner Betriebsfahrzeuge ein. Zielsetzung ist nicht nur ein geringerer Kraftstoffverbrauch sondern auch ein optimiertes Fahrverhalten der Fahrzeugführer.

Über einen Bordcomputer kann jeder Fahrer unter anderem die Drehzahl, die Beschleunigung, die Bremswirkung und die Leerlaufzeiten abrufen und seinen Fahrstil im Sinne der Kraftstoffreduktion entsprechend anpassen. Hierzu soll es auch einen finanziellen Anreiz geben: Zukünftig sollen 25 % der ersparten Kosten dem Fahrer gutgeschrieben werden. Ein Gewinn für Alle: Unternehmen, Mitarbeiter und der lokale Klimaschutz!

Bordcomputermodelle der Firma Masternaut

Stadtwerke Flensburg

Projekt Kessel 12: auf dem Weg zum CO2-neutralen Kraftwerk 

Im Rahmen des Projektes Kessel 12 machen die Stadtwerke Flensburg ihre Anlagen bis 2016  fit für den Klimaschutz. Zentrales Element der Umrüstungen ist eine neue Gas- und Dampf-Turbinenanlage (GuD). Die Stadtwerke Flensburg produzieren heute im zentralen Heizkraftwerk in umweltfreundlicher Kraftwärmekopplung Wärme und Strom in sechs Kesseln. Zwei ältere Kohle-Kessel werden bis zum Jahr 2016 durch diese neue, moderne GuD-Anlage, den „Kessel 12“, ersetzt. Davon profitiert die Umwelt: Statt Steinkohle wird durch den Einsatz des Brennstoffs Erdgas bei gleicher Erzeugungsleistung 40 % weniger CO2 ausgestoßen – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem CO2-neutralen Flensburg. Der Energieträger Erdgas hat unter den fossilen Energieträgern die niedrigsten CO2-Emissionen pro Energieeinheit.

Gasturbinen passen darüber hinaus perfekt zu erneuerbaren Energien. Sie lassen sich sekundenschnell hoch- und herunterregeln. Wenn kein Wind weht und die Sonne nicht scheint, können sie schnell reagieren und die fehlende Energie liefern. 

Ein weiteres Teilprojekt ist die Automatisierung des Kessels 5 und Umstellung von Schweröl- auf umweltfreundlicheren Erdgas- und Leichtölbetrieb. 

Thermografie-Aktion der Stadtwerke Flensburg

Die Beseitigung von energetischen Schwachstellen an Gebäuden stellt einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduzierung dar. Die Stadtwerke Flensburg bieten Thermografie-Untersuchungen für alle Häuser und Gewerbeobjekte in Flensburg und Umgebung an. Ziele der Aktion sind das Erkennen von thermischen Defiziten, das Aufspüren von Wärmebrücken und eine Ursachenforschung bei Schimmelbildung. Die Teilnehmer erhalten mindestens sechs Infrarotbilder des jeweiligen Gebäudes inklusive einer schriftlichen Auswertung und Tipps zur Behebung von Schwachstellen. 

Wo geht Energie verloren? Das Infrarotbild zeigt die Schwachstellen von Gebäuden auf.

Aktivbus

Mit Hybrid-Bussen durch Flensburg

Mit der Anschaffung von zwei Hybrid-Bussen durch Aktiv Bus GmbH beginnt in Flensburg eine neue Ära im Öffentlichen Personennahverkehr. Die Busse der Marke Volvo 7900H, die voraussichtlich ab Februar 2015 in den Einsatz kommen werden, besitzen neben dem üblichen Diesel- auch einen Elektromotor. Mit diesem können die Haltestellen geräusch- und emissionslos angefahren werden. Im rein elektrischen Betrieb liegt der Ausstoß von Kohlendioxid, Rußpartikeln und weiteren Schadstoffemissionen praktisch bei Null und auch im dieselgetriebenen Fahrmodus verursacht der Hybrid-Gelenkbus dank des neuen 5-Liter-Euro-6-Motors erheblich weniger Partikel- und Stickoxidemissionen. Der Neukauf der 18 Meter langen Busse, die Platz für 154 Fahrgäste bieten, stellt einen bedeutenden Meilenstein im Prozess zur Erreichung der CO2-Neutralität im Jahre 2050 dar.

Voraussichtlich ab Februar 2015 im Flensburger Straßenverkehr im Einsatz: der Volvo 7900H

Aktionen & Kampagnen

Exkursion mit vielen Infos: Am Donnerstag, 4. Juni 2015, fand eine Klimapakt-Exkursion bei der Aktiv-Bus GmbH statt. Klaus Schrader, Geschäftsführer Klimapakt Flensburg e.V., begrüßte alle Teilnehmer recht herzlich und betonte dabei die Wichtigkeit des Klimaschutzes im ÖPNV und der Vernetzung von Bus, Bahn sowie CarSharing. Danach erhielten die Teilnehmer von Paul Hemkentokrax, Geschäftsführer der Aktiv-Bus GmbH, einen tieferen Einblick in die Geschichte und den aktuellen Stand des Unternehmens. Damit verbunden wurden die wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung des Nahverkehrs in Flensburg dargestellt. Die technische Entwicklung der Systeme, die auch durch den hohen Anspruch der Fahrgäste stetig voranschreitet, steht in der Prioritätenliste an oberster Stelle. Resultate dieser Entwicklung sind unter anderem der „Bus-Radar“ für das Smartphone oder der „elektronische Echtzeitfahrplan“ am ZOB. Herausragend ist das Engagement im lokalen Klimaschutz: Dazu zählt in erster Linie die Förderung von umweltschonenden Fahrverhalten der Busfahrer durch den Einsatz modernster Technik wie dem „EcoProfiler“. Dieser wird zur Berechnung und Auswertung des individuellen Energieverbrauchs der Fahrer genutzt. Das Programm enthält z. B. Angaben zum absoluten Verbrauch und den Leerlaufzeiten, die in den letzten Monaten drastisch verringert wurden. Durch vorausschauendes Fahrverhalten trägt der Fahrer zur Reduzierung des CO?-Ausstoßes bei und wird dafür finanziell auch belohnt. Abschließend bekamen die Teilnehmer noch einen detaillierten Einblick in die Funktionsweise der neuen Hybrid-Busse, mit denen abschließend eine ruhige Probefahrt durch Flensburg gemacht wurde. (Quelle: www.klimapakt-flensburg.de)

Mitsubishi

Chemische Flockung des Abwassers aus den Streichanlagen

Im Zuge des ISO 50001 Energiemanagementsystems gehören Projekte der Energieeffizienz zu den Kernpunkten der Firmenpolitik von Mitsubishi HiTec Paper. Im Flensburger Werk des Spezialpapierherstellers konnte nun mit einer neuen Maßnahme der Stromverbrauch und somit auch der CO2-Ausstoß deutlich reduziert werden. Die Einführung der chemischen Flockung des Abwassers aus den Streichanlagen vor der Indirekteinleitung führte zu einer Absenkung des spezifischen Stromverbrauchs von 8,5 auf 1,3 kWh/cbm.

Die jährliche Ersparnis von 239.000 kWh entspricht in etwa dem Stromverbrauch von 70 deutschen Durchschnittshaushalten. Damit konnte der Spezialpapierhersteller den spezifischen CO2-Ausstoß um 84 % senken (Basis: Deutscher Strommix 2012). Mit dieser erfolgreichen Klimaschutz-Maßnahme wurde Mitsubishi HiTec Paper auch neues Mitglied der Initiative „Wirtschaft pro Klima“.

Elektromobilität: Eigenes Kraftwerk lädt Firmenwagen auf

Mit der Anschaffung des elektrisch angetriebenen VWe-up! als Firmenwagen hat Mitsubishi HiTec Paper einen weiteren Schritt für den Klimaschutz getan. Die Auto-Batterie wird mit Strom aus dem eigenen Kraftwerk aufgeladen. Somit können zukünftig kürzere Dienstfahrten klimafreundlich durchgeführt werden. 

Klimafreundlich auf Dienstfahrt: E-Mobil der Mitsubishi HiTec Paper