Gute Idee!

 

Wer sich im Freundes- und Bekanntenkreis umhört, merkt schnell: In Krisenzeiten kommen Menschen oft auf die besten Ideen. Sie erinnern sich an Dinge, die früher auch schon gut waren und vorübergehend in Vergessenheit geraten sind, entwickeln ganz neue Wege, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern oder besinnen sich wieder auf Werte, die im normalen Arbeitsalltag schnell in den Hintergrund rutschen.

Wir stellen drei Ideen vor, die uns besonders gut gefallen – und die auch nach der Corona-Krise gern einen Platz in unserer Gemeinschaft behalten dürfen.

Den Einkauf bündeln. „Ich fahre einkaufen. Soll ich was mitbringen?“ Diesen Satz hört man häufiger in den vergangenen Wochen. Nicht nur von Menschen, die sich als Einkaufshilfe bei der Hotline der Stadt (0461 85-2407, montags bis freitags zwischen 8.30 und 14 Uhr) oder bei einer anderen Initiativen gemeldet haben. Um die direkten Kontakte und damit das Ansteckungsrisiko für alle möglichst gering zu halten, schließen sich auch Menschen zu Einkaufsgemeinschaften zusammen, die nicht zu einer der Risikogruppe gehören.

• fördert Gemeinschaft
• spart Fahrtkosten

 

Geheimnisvolle Nachrichten schreiben. Eine Bekannte von mir versteckt alle zwei Tage Briefe an die Nachbarskinder unter der Fußmatte der Familie. Darin finden sie kurze Geschichten, Bastelideen oder Knobelaufgaben, die mit dem nächsten Brief aufgelöst werden. Der Absender ist – natürlich – streng geheim. Nur die Eltern wissen Bescheid.

• fördert Fantasie
• vertreibt Langeweile

 

Brieffreundschaften aufbauen. Früher wurden in Schulklassen Brieffreundschaften gefördert, besonders mit Kindern aus anderen Ländern, um den Sprachunterricht zu unterstützen. Im Zuge der modernen Medien gibt es das kaum noch. Die meiste Kommunikation läuft – auch grenzüberschreitend – per Mail, facebook und Co. In der aktuellen Situation gilt dies mehr denn je.

Aber was ist mit denen, die nur einen ganz realen Briefkasten haben. An einigen Orten wurden bereits Briefaktionen gegen die Einsamkeit initiiert – zum Beispiel mit Senioreneinrichtungen. Darin wird dazu aufgerufen, Briefe an die Bewohnerinnen und Bewohner zu schreiben, die zurzeit ja auch keinen Besuch bekommen dürfen. Und wer weiß: Vielleicht entstehen aus dem ein oder anderen Kontakt ja sogar langfristige (Brief-)Bekanntschaften.

• fördert generationsübergreifende Gemeinschaft
• hilft gegen Einsamkeit

 

Sie haben weitere gute Ideen? Schreiben Sie uns an tjuengling@sbv-flensburg.de. Gern stellen wir eine Auswahl an dieser Stelle sowie im kommenden "SBV-Boten" vor!